ALAME

Logo Alame KaffeeWir importieren fair gehandelten Kaffee aus Äthiopien und unterstützen so die Kaffeebauern vor Ort. Wir verkaufen den Kaffee an der Schule, online und in verschiedenen Läden. Mit dem Ertrag fördern wir die Gründung einer Waldorfschule in Athiopien.

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Gründung

Im Sommer 2011 wurden wir im Rahmen unserer Oberstufentage durch einem Vortrag zum ersten Mal mit dem Thema "Schülerfirma" konfrontiert. Wir fanden diese Idee so gut, dass wir auch ein Schülerunternehmen gründen wollten. Als Name wählten wir "ALAME", was äthiopisch ist und "Planet" oder "Erde" bedeutet. Spontane Unterstützung bekamen wir von einigen Lehrern und Eltern, so dass wir im Herbst 2011 mit dem Kaffeehandel beginnen konnten.


Aktivitäten

Neben dem regulären Verkauf von ALAME-Kaffeepäckchen in der Schule, waren wir auch an verschiedenen größeren Ereignissen dabei, um Kaffee auszuschenken . Unser erster Auftritt war der Adventsbasar 2011. Danach folgten weitere Events, wie der "Tag der offenen Tür" der Schule und des Kindergartens Samenkorn. Außerdem waren wir 2012 und 2013 auf der Schülerfirmenmesse in Fürth, wo wir ebenfalls Kaffee verkauften und ausschenkten.


Strukturierung

Alame GruppenfotoUnsere Schülerfirma ist in fünf Abteilungen aufgeteilt:
Technische Leitung (Inventur, Inventar) - Seppi Gambos
Verwaltung (Arbeitsstunden, Tagesordnung, Protokolle) - Franz Stiegler
Öffentlichkeitsarbeit (Außenwirkung, Gestaltung) - Lea Reszat, Serafin Schumann
Finanzen (Zahlungsverkehr, Ausgaben und Einnahmen, Investitionen) - Josef Stiegler, Julia Schmidt
Organisation Veranstaltungen (Aufgaben verteilen) - Theresa Wilhelm, Niels Fässle

Außerdem gibt es noch drei erwachsene Ansprechpartnerinnen.


Unser Kaffee

Kaffeestrauch Kaffeeröstung fertige Kaffeebohnen

Äthiopien ist das Ursprungsland des Kaffees. Unser Kaffee wächst zu 100 % in den Hochlagen von Äthiopien. Äthiopischer Kaffee gilt als weltweit bester Kaffee und wird normalerweise nur in kleinen Mengen beigemischt, um den Geschmack zu verbessern. Unser Kaffee wird nicht gedüngt, ist also rein biologisch. Die handgepflückten Bohnen werden fast ohne Zwischenstationen nach Deutschland gebracht und bei niedriger Temperatur im traditionellen Trommelröster geröstet.

Wir besitzen nicht das bekannte Fair Trade-Siegel. Dieses Siegel garantiert lediglich, dass 20% des Inhalts aus fairen Handel stammen. Unser Kaffee jedoch ist zu 100% von Bauern, die einen fairen Preis für ihre Arbeit bekommen.

Wir beziehen Kaffee aus zwei verschiedenen Kooperativen. Die Sorten Jebena, Bunna und Kaffa bekommen wir von Rechenauer und Deluxe von Merchant & Friends aus Herrmannsdorf.


Unsere Idee - der Kreislauf

Der Kaffeehandel ist ein wichtiger Überlebensfaktor vieler Menschen in Äthiopien. Leider nutzen das viele große Firmen aus und drücken die Kaffeepreise stark, denn die Bäuerinnen und Bauern sind von den Firmen abhängig, solange es keine Alternative gibt. Wegen der harten Arbeit und den mangelnden Bildungsmöglichkeiten können viele Kinder nicht zur Schule gehen, aber auch viele Erwachsene können sich nicht fortbilden. Eine Folge ist, dass die meisten Menschen dort wenig Umweltbewusstsein haben. Es wird sehr viel unnötiger Müll produziert und giftige Abwässer werden direkt in Seen und Flüsse geleitet. Außerdem können heute immer noch über 40 % der Äthiopier weder lesen noch schreiben.

Die Grundidee unseres Projektes ist es, einen Kreislauf aufzubauen, der die Menschen in Äthiopien mit unseren Kunden verbindet. Wir wollen, dass alle Beteiligten wirklich vom Kaffeehandel profitieren, auch die Bäuerinnen und Bauern. Deswegen kaufen wir unseren Kaffee von Kaffeeröstereien, die den Bäuerinnen und Bauern einen fairen Preis zahlen. Die Röster, die wir persönlich kennen, prüfen die Qualität der fertigen Bohne und zahlen einen entprechend hohen Preis dafür. Für diese Qualität ist es z. B. entscheidend, ob die Kaffeepflanze im Schatten anderer Bäume gewachsen ist. Dies setzt voraus, dass sie im Regenwald wachsen muss und nicht auf Monokulturen angebaut werden darf. Gleichzeitig wird dadurch der Regenwald geschützt, weil er gebraucht wird. Außerdem ermittelt der Röster den Kaffeepreis anhand der geleisteten Arbeit der Bäuerinnen und Bauern. Diese kann er ebenfalls am Geschmack der Bohne ermitteln, und zwar folgendermaßen:

Die Kaffeepflanze trägt gleichzeitig Blüten und unreife, reife sowie überreife Früchte. In der konventionellen Produktion reißt eine Erntemaschine in einer Ernteperiode alle Früchte - ob reif oder nicht - vom Strauch. Wenn sich der Arbeiter aber viel Mühe gibt, geht er ungefähr acht mal zur Pflanze und pflückt von Hand nur die reifen Kirschen, was einen besonders guten Geschmack garantiert. Auf diese Weise gewährleisten wir nicht nur fair gehandelten, sondern auch geschmacklich sehr hochwertigen Kaffee.

Außerdem kämpfen wir mit unserer Firma gegen das Problem der mangelnden Bildung an, weil wir glauben, dass nur Bildung einem Entwicklungsstaat wie Äthiopien langfristig weiterhelfen kann. Einerseits haben die Bauern jetzt durch die fairen Preise mehr Geld, um sich Bildung leisten zu können. Andererseits unterstützen wir mit unserem Erlös eine Waldorfeinrichtung in Äthiopien (siehe auch "Waldorfeinrichtung Hawzien"). Um noch mehr Geld nach Äthiopien geben zu können, arbeiten wir alle ehrenamtlich und zahlen keine Löhne an uns aus. So haben wir bis jetzt über 3400 Euro Umsatz erwirtschaftet. Wir selbst profitieren dadurch, dass wir beim Arbeiten sehr viel lernen.


Unsere Bildungseinrichtung

Karte Äthiopien Äthiopien Äthiopien2 Athiopien Äthiopien

Der Reinerlös, den wir durch unseren Kaffeehandel erwirtschaften, spenden wir an eine noch in den Anfängen liegende Waldorf-Einrichtung in Hawzien, Athiopien. Unter dem Motto "Bildung zur Selbsthilfe" besteht dort bis jetzt ein WaIdorfkindergarten, aber man plant an einer Waldorfschule für die Klassen 1 bis 4 (später bis Klasse 10) und an einer Berufsschule. Außerdem will man die Erwachsenenbildung, die seit dem Jahr 2011 angeboten wird, ausbauen. Heute können immer noch über 40 % der Äthiopier weder lesen noch schreiben. Bis März 2013 haben wir 200 € gespendet.


Ausblick

Wir  haben vor, unser Projekt  auf unbegrenzte Zeit weiterzuführen und an unserer Schule zu erhalten. Wir sind schon letztes Jahr in alle unteren Klassen gegangen, und haben unsere Firma vorgestellt. Daraufhin meldeten sich vier weitere Schülerinnen und Schüler. Wir wollen demnächst einen "ALAME-Tag" veranstalten, zu dem wir die Klassen sechs bis neun einladen. Dort informieren wir sie an mehreren Ständen über unser Projekt und zeigen ihnen, was man bei uns arbeiten und lernen kann.

Unser Unternehmen befand sich bisher noch in der Aufbauphase. Wir mussten uns ein Grundkapital für den Warenbestand erwirtschaften und einige Investitionen tätigen. Durch die Tatsache, dass diese bisherigen Ausgaben in naher Zukunft wegfallen werden, rechnen wir mit deutlich steigenden Erlösen.



Verkauf von Alamekaffee

Freie Waldorfschule Rosenheim
Jeden Dienstag im Foyer,
von 11:40 bis 12:35 Uhr

Onlinebestellung
alame.webnode.com
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